AK Prof. Heine

Lehrstuhl für Theoretische Chemie

Seit dem 1. Juli 2015 ist Prof. Thomas Heine (ehemals Jacobs Universität Bremen) neuer Lehrstuhlinhaber für die Theoretische Chemie. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit ultradünnen Materialien zur Anwendung in der Nanoelektronik, erforscht MOFs und SURMOFs und betätigt sich in der Entwicklung von Dichtefunktionaltheorie-Methoden (DFT).

Aktuelles

Dr. Yu Jing - Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Dr. Yu Jing, Nachwuchswissenschaftlerin in der Gruppe von Prof. Thomas Heine, erhielt die begehrte Marie-Sklodovska-Curie-Forschungsförderung der Europäischen Union. Für eine Laufzeit von zwei Jahren wird Forschung an Covalent-Organic-Frameworks (COF) unterstützt. Diese Verbindungen könnten als Katalysatoren für die Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser mithilfe von Sonnenlicht verwendet werden. Ziel der Forschung ist es nun, geeignete COFs zu finden und zu optimieren.
Pressemitteilung 073/2017 der Universität vom 30.3.2017

Die Herstellung reines Deuteriums und die Entfernung von Tritium von radioaktiven Abfällen sind die größten Herausforderungen bei der Trennung leichter Isotope. Bisherige Techniken sind jedoch sehr kostenintensiv und wenig effektiv. Ein internationales Forscherteam stellt nun eine neuartige metallorganische Gerüstverbindung (MOF) mit Cu(I) als aktivem Zentrum vor. Diese kann Deuterium- und Tritiumgas aus einem Wasserstoffgemisch absorptiv abtrennen. Die Selektivität, mit der D2 und H2 getrennt werden können, ist bisher unerreicht.
I. Weinrauch et al., Nat. Commun. 8 (2017), 14496
Pressemitteilung der Universität

Zweidimensionale Materialien sind wichtige Bausteine zur Entwicklung leistungsfähiger Nanoelektronik. Die Arbeitsgruppe um Prof. Thomas Heine stellte nun in Nano Letters Untersuchungen zu einem lange vergessenen 2D-Material vor: Germaniumphosphid (GeP3). Dieses wurde hinsichtlich seiner elektronischen Eigenschaften und möglicher Herstellungsweisen untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass GeP3 als Einzel- oder Doppelschicht eine kleine Bandlücke besitzt und sich daher wie ein Halbleiter verhält. Dies legt beispielsweise auch Anwendungen in der Photovoltaik nahe.
Y. Jing et al., Nano Letters 17 (2017), 1833-1838
Pressemitteilung der Universität
Artikel auf nanotechweb.org

Wissenschaftlern am Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, ein molekulares Kugellager nicht nur zu erzeugen, sondern auch dessen Beweglichkeit spektroskopisch nachzuweisen:
This article shows for the first time spectroscopic demonstration of the extraordinary dynamics of a Boron cluster, which behaves like a molecular ball bearing. It has been known from mass spectrometry measurements that exactly thirteen boron atoms can form a particularly stable Boron compound. Its structure is flat and consists of two concentrically arranged rings, an inner ring consisting of three boron atoms surrounded by an outer ten-atomic boron ring. The two rings could be twisted almost smoothly without affecting the overall stability of the connection in any way.
M. Fagiani et al., Angew. Chem. Int. Ed. 56 (2017) 801-804
Pressemitteilung der Universität

letzte Änderung: 18.04.2017

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