AK Prof. Heine

Lehrstuhl für Theoretische Chemie

Die Arbeitsgruppe um Professor Dr. Thomas Heine beschäftigt sich mit ultradünnen Materialien zur Anwendung in der Nanoelektronik, erforscht MOFs und SURMOFs und betätigt sich in der Entwicklung von Dichtefunktionaltheorie-Methoden (DFT). Sie ist

Aktuelles

Neues magnetisches Verhalten bei Dichalkogeniden mit Gruppe 5-Metallen gefunden
Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe ist es in Zusammenarbeit mit der SCM NV, Amsterdam, gelungen auf Grundlage erster Berechnungen vorauszusagen, dass sich die 1S-NbX2-Polytype mit Schwefel, Selen und Tellur als Chalkogenidkomponente anders verhält als alle anderen bekannten zweidimensionalen Dichalkogenide mit Übergangsmetallen aus Gruppe 5: Diese Materialien sind keine paramagnetischen Halbleiter mit indirekter Bandlücke, sondern trotz NbIV-Spezies diamagnetische, direkte Halbleitermaterialien. Sie zeichnen sich ebenso durch hohe Ladungsträgermobilität aus, sodass sie ein vielversprechendes Material für elektronische und optoelektronische Anwendungen darstellen. Es wird außerdem über erste Ergebnisse berichtet, denen zufolge sich das isoelektronische 1S-TaS2 ebenso verhält.
Y. Ma et al., Angew. Chem. Int. Ed., DOI: 10.1002/anie.201702450
Pressemitteilung der Universität

Dr. Yu Jing - Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Yu Jing erhält angesehene Förderung
Dr. Yu Jing, Nachwuchswissenschaftlerin in der Gruppe von Prof. Thomas Heine, erhielt die begehrte Marie-Sklodovska-Curie-Forschungsförderung der Europäischen Union. Für eine Laufzeit von zwei Jahren wird Forschung an Covalent-Organic-Frameworks (COF) unterstützt. Diese Verbindungen könnten als Katalysatoren für die Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser mithilfe von Sonnenlicht verwendet werden. Ziel der Forschung ist es nun, geeignete COFs zu finden und zu optimieren.
Pressemitteilung 073/2017 der Universität vom 30.3.2017

Neuer Cu(I)-COF für die D2/T2-Trennung
Die Herstellung reines Deuteriums und die Entfernung von Tritium von radioaktiven Abfällen sind die größten Herausforderungen bei der Trennung leichter Isotope. Bisherige Techniken sind jedoch sehr kostenintensiv und wenig effektiv. Ein internationales Forscherteam stellt nun eine neuartige metallorganische Gerüstverbindung (MOF) mit Cu(I) als aktivem Zentrum vor. Diese kann Deuterium- und Tritiumgas aus einem Wasserstoffgemisch absorptiv abtrennen. Die Selektivität, mit der D2 und H2 getrennt werden können, ist bisher unerreicht.
I. Weinrauch et al., Nat. Commun. 8 (2017), 14496
Pressemitteilung der Universität

Erster Nachweis über bewegliches molekulares Kugellager
Wissenschaftlern am Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, ein molekulares Kugellager nicht nur zu erzeugen, sondern auch dessen Beweglichkeit spektroskopisch nachzuweisen:
This article shows for the first time spectroscopic demonstration of the extraordinary dynamics of a Boron cluster, which behaves like a molecular ball bearing. It has been known from mass spectrometry measurements that exactly thirteen boron atoms can form a particularly stable Boron compound. Its structure is flat and consists of two concentrically arranged rings, an inner ring consisting of three boron atoms surrounded by an outer ten-atomic boron ring. The two rings could be twisted almost smoothly without affecting the overall stability of the connection in any way.
M. Fagiani et al., Angew. Chem. Int. Ed. 56 (2017) 801-804
Pressemitteilung der Universität

letzte Änderung: 27.06.2017

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